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La Paz, Bolivien

La Paz ist in jeder Hinsicht atemberaubend. Die quirlige Stadt thront auf über 3.600 Höhenmetern – da bleibt einem gern einmal die Luft weg. Doch auch der erste Anblick der Metropole, die sich endlos an der Andenkordillere entlang windet, raubt einem den Atem. Die bunten Häuser scheinen die steilen Hänge emporzuklettern, wenn die Lichter abends angehen erwartet den Betrachter ein unvergessliches Schauspiel. Über all dem wacht der schneebedeckte Riese Ilimani, mit 6.400 Metern der impostante Hausberg der Stadt.

La Paz selbst überrascht mit einer kontrastreichen Mischung aus Tradition und Moderne. “Cholitas”, die Bäuerinnen mit ihren typischen Hüten, Zöpfen und Rücken, eilen durch die Straßen vorbei am rauschenden Verkehr. Bürogebäude stehen neben kolonialen Kirchen, um die Ecke des fünf-Sterne-Hotels erstreckt sich der sogenannte “Hexenmarkt” auf dem es neben Obst, Gemüse und Kunsthandwerk vor allem Heilkräuter aus den Anden zu erstehen gibt.

Sehenswert sind auch der Hauptplatz mit der Kathedrale, das koloniale Stadtzentrum und die zahlreichen Museen, deren Themen von Ethnologie bis hin zu Koka reichen.  Ein lohnenswertes Erlebnis ist auch eine Fahrt mit der recht neuen Seilbahn über die Stadt.

Für viele Besucher vielleicht unerwartet kommt, dass La Paz über eine lebhafte gastronomische Szene und ein aufregendes Nachtleben verfügt.  Gustu,  das bolivianische Baby des Gründers des  dänischen Gastrotempels Noma, verspricht köstliche Fusionküche. Empfehlenswert ist auch eine frische Lachsforelle, Trucha genannt, aus dem nahegelegenen Titicacasee. Danach vielleicht auf ein Bier in die legendäre Bar Mongos oder ein Glas Wein im Hallwright’s, einer der höchstgelegenen Weinbars der Welt?

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Bodega Garzón

Auch die kulinarische Seite ist auf einer Reise wichtig. Neben dem Hauptnahrungsmittel Grillfleisch sind auch die Weine aus Uruguay durchaus erwähnenswert.
Die Bodega Garzón  im gleichnamigen Ort in der Provinz Maldonado gehört der New York Times zufolge sogar zu einem der 52 Orte, welche man 2016 gesehen haben muss.
Nach einer Investition in Höge von ca. US$ 85 Mio. ist auf einem Areal von 19,5 Hektar ein nachhaltiges Weingut mit Restaurant und Luxushotel entstanden. Doch nicht nur feine Weine werden dort produziert, sondern auch natives Olivenöl.
Die Bodega bietet geführte Touren mit Weinproben an, die zusammen mit einem Essen im Restaurant der Bodega oder einem Besuch der Olivenölmanufaktur Colinas de Garzón gebucht werden können.

Cabo Polonio

Capo Polonio, auf einem Felsplateau am Atlantik gelegen, gilt als einsamster Ort der Welt. Dementsprechend beschwerlich ist die Anfahrt, immerhin liegt der Ort inmitten eines Nationalparks. Vom Rand des Parks aus geht es mit privaten Jeep-Transfers weiter, wer sportlich ist kann die sieben Kilometer auch zu Fuß zurücklegen.
Sehenswert sind der Leuchtturm und vor allem die riesigen Dünen, die Cabo Polonio einrahmen. Wer Ruhe sucht, findet hier absolute Stille inmitten herrliche Küstenlandschaften und idealen Surf-Bedingungen.
Cabo Polonio ist der ideale Ort, um Alltags- oder auch Reisestress für einige Tage zu entfliehen.

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Colonia de Sacramento

Colonia de Sacramento ist die älteste Stadt Uruguays. Dementsprechend sehenswert ist die Architektur der Stadt am Rio de la Plata, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Dank einer direkten Fährverbindung bietet sich ein Abstecher nach Colonia von Buenos Aires aus an.

Für eine Stadt von recht geringer Größe hat Colonia zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten, darunter eine Vielzahl an Museen, welche die faszinierende Geschichte des Ortes wiederspiegeln. Ein ganzes Museum ist beispielsweise den Azulejos, den farbenfrohen kolonialen Fliesen, gewidmet, ein anderes den Ureinwohnern aus der Region.

Sehenswert sind auch der alte Leuchtturm, dessen Bau durch den großen Krieg unterbrochen wurde und sich deshalb über drei Jahre zog oder die Klosterruinen von San Francisco Xavier.

Wer einen Einblick in die Geschichte des Landes erhalten möchte, sollte das original erhaltene Wohnhaus Casa de Nacarello aus der Zeit der Portugiesen von 1750 besuchen, und die Seufzergasse  Calle de los Suspiros mit ihren schön restaurierten alten Häusern ist ideal für einen Stadtbummel.

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Punta del Este

Das Badeörtchen Punta del Este ist das Nizza Südamerikas. Edle Hotels, weiße Sandstrände und preisgekrönte Restaurants ziehen Stars und Sternchen an, so dass die kleine Stadt im Sommer zum angesagten Treffpunkt der Reichen und Schönen wird. Aus 30.000 werden dann gerne 200.000 zumindest temporäre Einwohner. Neben Veranstaltungen wie Segelregatten, Modenschauen oder Marathonläufen ist auch das Nachtleben von Punta del Este Besucher ein wahrer Besuchermagnet, ebenso wie die tollen Strände. Besonders empfehlenswert sind die Playa Mansa mit ihren ruhigen Wassern oder der Surferstrand Playa Brava. Hier steht auch eines der beliebtesten Fotomotive des Landes, die handförmige Skulptur „Los Dedos“.

 

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Foto: Wikipedia

Montevideo

„Du bist das Buenos Aires, das wir einmal hatten und das sich mit den Jahren leise davongemacht hat“ so der bekannte argentinische Schriftsteller Jorge Luis Borges über Montevideo. Und neben der Liebe zu Mate-Tee und Tango haben die beiden Metropolen, die nur 200 Kilometer voneinander entfernt sind, einige Gemeinsamkeiten.

Auch Uruguays Hauptstadt gilt als eine der schönsten Städte in Südamerika und hat jede Menge für einen ausgiebigen „Städtetag“ zu bieten. Erste Anlaufstelle ist für viele Besucher das Teatro Solis, die berühmteste Bühne des Landes und das zweitgrößte Theater Südamerikas.

Auf dem zentralen Platz Plaza Independencia und rings herum liegen zahlreiche historische Denkmäler und Gebäude wie der Sitz des Präsidenten oder der Palacio Salva, das Wahrzeichen von Montevideo.

Das Museo Municipal de Bellas Artes „Juan Manuel Blanes“ im Stadtviertel Aires Puros ist eines der bedeutendsten Museen von Montevideo und zeigt Dauer- und Wechselausstellungen nationaler und internationaler Künstler.

Immer wieder sonntags lohnt sich ein Abstecher zum Flohmarkt Feria de Tristán Narvaja im Viertel Cordón. Auch wer keine Lust auf Shopping hat findet hier spannende Relikte aus Uruguay Vergangenheit und kann in die Geschichte des kleinen Landes eintauchen. Dreh- und Angelpunkt des Lebens in Montevideo ist die Prachtpromenade La Rambla, die entlang dem Fluss Rio de la Plata führt. Und auch auf Strandvergnügen muss in Montevideo niemand verzichten: im Süden reihen sich 20 Küstenkilometer an die Stadt.

 

Das Geheimnis von San Agustín in Kolumbien

In San Agustin, südlich von Cali im Süden Kolumbiens, liegt eine der wichtigsten, eindrucksvollsten und am wenigsten erforschten Ausgrabungsstätten Südamerikas.

500 imposante Statuen aus Stein wachen hier über ihr Territorium und blicken geheimnisvoll in die Ferne. Auf den ersten Blick erinnern die steinigen Gesellen an ihre Brüder auf der Osterinsel. Zwar weniger bekannt als die chilenischen Moai, sind die Statuen in San Agustín dennoch nicht weniger spannend – gerade, weil ihre Geschichte auch heute noch Archäologen zahlreiche Rätsel aufgibt. Man geht davon aus, dass sie zwischen 555 vor und 1630 nach Christus entstanden sind, Tiere oder maskierte Monster darstellen und während Beerdigungen und spirituellen Zeremonien zum Einsatz kamen. Hier sind Hobbyforscher gefragt – vielleicht gelingt es Ihnen, das Geheimnis der namenlosen Gesellen zu lüften?

Hier ist es wichtig, keine Eile zu haben und auf den Spuren der Vergangenheit zu wandeln und sich darauf einzulassen. Im Auch das archäologische Museum auf dem Gelände ist sehr empfehlenswert.

 

Ingapirca, eine meisterliche Koproduktion der Inka und der Kanari in Ecuador

Ingapirca, zu Deutsch „Inka-Mauer“, liegt auf 3.00 Meter inmitten der Anden im südlichen Ecuador nahe der Kolonialstadt Cuenca.

Einst lebten in dieser Gegend die Kanari, deren Mondtempel Teil der Basis der Festung darstellt. Ende des 15. Jahrhunderts fielen die Inka ein und besiegten die Kanari. Anschließend schlossen sie sich mit ihnen zu einer Gemeinschaft zusammen, und errichteten gemeinsam einen zweiten Tempel, den Sonnentempel. Dementsprechend ist Ingapirca keine Festung sondern eine Kultstätte, die von den Inka und den Kanari nach und nach um ein Observatorium, Grabstätten und rituelle Bäder erweitert wurde. Die Anlage bietet noch heute einen weiten Blick über die Umgebung, einst war Ingapirca dementsprechend von strategischer Bedeutung für Kampf und Verteidigung. Noch vor der endgültigen Fertigstellung wurde es von den Spaniern erobert und geplündert. Ein Großteil der Steine wurde für den Bau der spanischen Kirchen in Cuenca verwendet.

Auch sonst hat Cuenca, eine der schönsten Städte Ecuadors, eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu bieten, darunter zwei gegenüberstehende Kathedralen mit hellblauen Kuppeln.

 

 

Die Osterinsel in Chile – wo Südamerika auf die Südsee trifft

Trotz einer gewaltigen Entfernung von 3.700 Metern vom Festland gehört die Osterinsel, die von ihren Bewohnern Rapa Nui (Nabel der Welt) genannt wird, seit 1888 zu Chile.

Die vulkanische Insel mit ihren knapp 3.500 Einwohnern liegt im Pazifischen Ozean und ist seit 1995 Unesco-Weltkulturerbe.

Faszinierender als die lebendigen Bewohner sind die versteinerten: Das größte Highlight der Osterinsel, die übrigens so heißt, weil sie am Ostersonntag entdeckt wurde, sind die riesigen Moai-Steinstatuen, die mit grimmigem Blick über ihre Insel wachen. Die drei bis 12 Meter hohen Felsgiganten wurden von den Nachkommen der polynesischen Einwanderer zwischen 800 und 1600 errichtet. Je vier bis sechs Statuten stehen auf großen Grabstätten, unter denen sich Grabkammern befinden.

Der Einfluss der Südsee wird vor allem beim Tapati-Fest deutlich, bei sechs dem traditionelle gekleidete Männer in ausgefallenen Sportarten wie Bananenschlittenrennen gegeneinander antreten und um den Titel des Tangata-Man kämpfen.

 

Kuélap, die mystische Festung der Nebelkrieger in Nordperu

Wer Peru automatisch mit Machu Picchu gleichsetzt, ist weit gefehlt. Das sogenannte „Land der Inka“ hat noch viel mehr Kulturschätze zu bieten.

Im Herzen der Region Amazonas im nordperuanischen Nebelwald thront auf 3000 Meter Höhe die beeindruckende Festung Kuélap. Ihre Bauherren war das präkolumbianische Volk der Chachapoyas, zu deutsch Nebelkrieger, die hier zwischen 800 und 1470 vor Christus lebten.

Noch ist die Anreise nach Kuélap ein wahres Abenteuer, vom Dorf Tingo am Fuße der Anden aus geht es mit dem Jeep 1,5 Stunden entlang des Tales, in Serpentinen den Berg hinauf. Das wird sich Mitte 2017 ändern, denn dann eröffnet eine Seilbahn, die alle Besucher in bequemen 20 Minuten auf den Gipfel bringt.

Die erhöhte Lage von Kuélap garantiert einen einwandfreien Rundumblick, deshalb gehen Archäologen davon aus, dass die Festung zur Verteidigung erbaut wurde. Dennoch wurde Kuélap einst schließlich von den Inka eingenommen.

Rund um die Festung zieht sich eine gewaltige Mauer von knapp 20 Meter Höhe, der Eingang ist nur über drei sehr schmale Eingänge möglich. Im Inneren bieten bis zu 420 runde Steinhäuser mit Zick-Zack-Verzierungen und Friesen einen Einblick in den Alltag der Chachapoyas. Auch Grabstätten, Zeremonialstätten und Verteidigungsanlagen sind auf dem Gelände zu finden.

Ein Besuch in Kuélap gleicht einer faszinierenden Reise in die Vergangenheit, zu einer Kultur von der heute hierzulande viel zu wenig bekannt ist. Die Kombination aus beeindruckenden Zeitzeugen längst vergangener Tage und die unberührte Natur in der Umgebung machen den Reiz dieser Sehenswürdigkeit aus.