Monthly Archives: Oktober 2016

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Madidi-Nationalpark, Bolivien

Was viele nicht wissen: Bolivien ist nicht nur Andenwelt, auch ein großer Teil des Amazonasregenwaldes gehört zu Bolivien. Am besten erschlossen ist der Madidi-Nationalpark. Zahlreiche Lodges, von Basic bis Nachhaltig-Exklusiv, stehen zur Verfügung. Diese Lodges sind auch Ausgangspunkt für das Dschungelabenteuer. Zu Fuß oder mit dem Boot geht es, in Begleitung eines fachkundigen Guides und dessen Machete, hinein in das grüne Dickicht, auf der Suche nach Faultieren, Kaimanen, Affen, Vögeln und exotischen Pflanzenarten. Ein Aufenthalt im Regenwald ist eine tolle Verlängerung für eine kulturell geprägte Rundreise. Die meisten Programm sind für Aufenthalte von 5 bis 7 Nächte verfügbar, je nachdem, wie intensiv der Regenwald entdeckt werden soll.

Man glaubt nicht, wie erholsam es sein kann, morgens zu den Stimmen der Vögel aufzuwachen, abends zu den Geräuschen des Dschungels ins Bett zu gehen und sich für ein paar Tage von der Zivilisation zu entfernen.

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Titicacasee, Bolivien

Der magische Titicacasee liegt auf einer Höhe von über 3.800 Metern und hat eine große Bedeutung in der Geschichte Boliviens, gilt er doch als Geburtsstätte der Inka. Der höchstegelegene schiffbare See der Welt gehört teilweise zu Peru und teilweise zu Bolivien.

Auf der bolivianischen Seite ist vor allem das Küstenörtchen Copacabana einen Besuch wert. Man geht davon aus, dass Copacabana aus der indigenen Aymara-Sprache kommt und soviel wie “Blick auf den See” bedeutet. Copacabana ist nicht nur wegen der beeindruckenden Aussicht auf den Titicacasee beliebt sondern auch als Wallfahrtsort. In der örtlichen Basilika befindet sich die Schutzheilige des Sees, die metergroße dunkle Jungfrau, “Virgen Morada”. Jedes Wochenende pilgern zahllose Bolivianer nach Copacabana, um dort ihre Autos segnen zu lassen. Die katholische “Fiesta de la Virgen de la Candelaria” zu Ehren von Mutter Erde Pachamana ist in Bolivien besonders sehenswert.

Ein weiteres Ausflugsziel das man nicht verpassen sollte, ist die Sonneninsel mitten im See. Hier stehen einige Unterkünfte zur Verfügung, und eine Nacht auf der Insel ist unbedingt empfehlenswert, um den Sonnenunter- und aufgang zu genießen.

Wussten Sie übrigens, dass der Titicacasee für das Binnenland Bolivien eine Art “Meer-Ersatz” ist?

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Die Straße des Todes, Bolivien

Was erstmal wenig einladend klingt, ist eine der Top-Attraktionen in Bolivien: Die Straße des Todes, angeblich die gefährlichste Straße der Welt, führt von der Hauptstadt La Paz bis hinunter in die Yungas, ein Gebiet im Nebelwald. Zur Linken andine Felswände, bewachsen mit tropischer Flora, zur Rechten geht es steil hinunter, und wohin das Auge blickt, ist es grün, in all seinen Schattierungen.

Längst wurde die Straße “aus dem Verkehr gezogen” wo sich einst Busse, Autos und LKWs tummelten ist heute eine Spielwiese für adrenalinsüchtige Mountainbiker. Was für ein Erlebnis, sich mit dem Mountainbike nahezu in den Abgrund zu stürzen, die Haare flattern im Wind, in der Nase der Duft des näherkommenden Nebelwalds und vor den Augen grün, grün, grün.

Unten angekommen warten im Örtchen Corocio eine gemütliche Hängematte und ein erfrischender Drink.

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Salar de Uyuni, Bolivien

Der Salar de Uyuni ist eines der Top Wahrzeichen Südamerikas. Auf über 3.600 Metern funkelt die strahlend weiße Oberfläche ganz aus Salz mit dem tiefblauen Himmel um die Wette. Am besten erkundet man den Salar mit einer drei- bis viertägigen Jeeptour von Uyuni aus bis nach San Pedro de Atacama in Chile. Bizarre Salzformationen werden von riesenhaften Kakteen abgelöst, immer wieder kommen türkisfarbene, dampfende Lagunen ins Bild, an deren Ufer sich Flamingos breit machen. Ein unschlagbares Fotomotiv jagt das nächste. Unvergesslich sind auch die Nächte im Salzhotel – von Tisch bis hin zum Bett ist alles aus Salz gefertigt, das aus dem Salar gewonnen wurde.

Je näher man dem Ziel kommt, desto trockener wird die Landschaft, das weiße Salz wird von braunem Wüstensand abgelöst – gleichbleibend spektakulär das Bild, das sich dem Betrachter bietet.

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La Paz, Bolivien

La Paz ist in jeder Hinsicht atemberaubend. Die quirlige Stadt thront auf über 3.600 Höhenmetern – da bleibt einem gern einmal die Luft weg. Doch auch der erste Anblick der Metropole, die sich endlos an der Andenkordillere entlang windet, raubt einem den Atem. Die bunten Häuser scheinen die steilen Hänge emporzuklettern, wenn die Lichter abends angehen erwartet den Betrachter ein unvergessliches Schauspiel. Über all dem wacht der schneebedeckte Riese Ilimani, mit 6.400 Metern der impostante Hausberg der Stadt.

La Paz selbst überrascht mit einer kontrastreichen Mischung aus Tradition und Moderne. “Cholitas”, die Bäuerinnen mit ihren typischen Hüten, Zöpfen und Rücken, eilen durch die Straßen vorbei am rauschenden Verkehr. Bürogebäude stehen neben kolonialen Kirchen, um die Ecke des fünf-Sterne-Hotels erstreckt sich der sogenannte “Hexenmarkt” auf dem es neben Obst, Gemüse und Kunsthandwerk vor allem Heilkräuter aus den Anden zu erstehen gibt.

Sehenswert sind auch der Hauptplatz mit der Kathedrale, das koloniale Stadtzentrum und die zahlreichen Museen, deren Themen von Ethnologie bis hin zu Koka reichen.  Ein lohnenswertes Erlebnis ist auch eine Fahrt mit der recht neuen Seilbahn über die Stadt.

Für viele Besucher vielleicht unerwartet kommt, dass La Paz über eine lebhafte gastronomische Szene und ein aufregendes Nachtleben verfügt.  Gustu,  das bolivianische Baby des Gründers des  dänischen Gastrotempels Noma, verspricht köstliche Fusionküche. Empfehlenswert ist auch eine frische Lachsforelle, Trucha genannt, aus dem nahegelegenen Titicacasee. Danach vielleicht auf ein Bier in die legendäre Bar Mongos oder ein Glas Wein im Hallwright’s, einer der höchstgelegenen Weinbars der Welt?

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Bodega Garzón

Auch die kulinarische Seite ist auf einer Reise wichtig. Neben dem Hauptnahrungsmittel Grillfleisch sind auch die Weine aus Uruguay durchaus erwähnenswert.
Die Bodega Garzón  im gleichnamigen Ort in der Provinz Maldonado gehört der New York Times zufolge sogar zu einem der 52 Orte, welche man 2016 gesehen haben muss.
Nach einer Investition in Höge von ca. US$ 85 Mio. ist auf einem Areal von 19,5 Hektar ein nachhaltiges Weingut mit Restaurant und Luxushotel entstanden. Doch nicht nur feine Weine werden dort produziert, sondern auch natives Olivenöl.
Die Bodega bietet geführte Touren mit Weinproben an, die zusammen mit einem Essen im Restaurant der Bodega oder einem Besuch der Olivenölmanufaktur Colinas de Garzón gebucht werden können.

Cabo Polonio

Capo Polonio, auf einem Felsplateau am Atlantik gelegen, gilt als einsamster Ort der Welt. Dementsprechend beschwerlich ist die Anfahrt, immerhin liegt der Ort inmitten eines Nationalparks. Vom Rand des Parks aus geht es mit privaten Jeep-Transfers weiter, wer sportlich ist kann die sieben Kilometer auch zu Fuß zurücklegen.
Sehenswert sind der Leuchtturm und vor allem die riesigen Dünen, die Cabo Polonio einrahmen. Wer Ruhe sucht, findet hier absolute Stille inmitten herrliche Küstenlandschaften und idealen Surf-Bedingungen.
Cabo Polonio ist der ideale Ort, um Alltags- oder auch Reisestress für einige Tage zu entfliehen.

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Colonia de Sacramento

Colonia de Sacramento ist die älteste Stadt Uruguays. Dementsprechend sehenswert ist die Architektur der Stadt am Rio de la Plata, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Dank einer direkten Fährverbindung bietet sich ein Abstecher nach Colonia von Buenos Aires aus an.

Für eine Stadt von recht geringer Größe hat Colonia zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten, darunter eine Vielzahl an Museen, welche die faszinierende Geschichte des Ortes wiederspiegeln. Ein ganzes Museum ist beispielsweise den Azulejos, den farbenfrohen kolonialen Fliesen, gewidmet, ein anderes den Ureinwohnern aus der Region.

Sehenswert sind auch der alte Leuchtturm, dessen Bau durch den großen Krieg unterbrochen wurde und sich deshalb über drei Jahre zog oder die Klosterruinen von San Francisco Xavier.

Wer einen Einblick in die Geschichte des Landes erhalten möchte, sollte das original erhaltene Wohnhaus Casa de Nacarello aus der Zeit der Portugiesen von 1750 besuchen, und die Seufzergasse  Calle de los Suspiros mit ihren schön restaurierten alten Häusern ist ideal für einen Stadtbummel.

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Punta del Este

Das Badeörtchen Punta del Este ist das Nizza Südamerikas. Edle Hotels, weiße Sandstrände und preisgekrönte Restaurants ziehen Stars und Sternchen an, so dass die kleine Stadt im Sommer zum angesagten Treffpunkt der Reichen und Schönen wird. Aus 30.000 werden dann gerne 200.000 zumindest temporäre Einwohner. Neben Veranstaltungen wie Segelregatten, Modenschauen oder Marathonläufen ist auch das Nachtleben von Punta del Este Besucher ein wahrer Besuchermagnet, ebenso wie die tollen Strände. Besonders empfehlenswert sind die Playa Mansa mit ihren ruhigen Wassern oder der Surferstrand Playa Brava. Hier steht auch eines der beliebtesten Fotomotive des Landes, die handförmige Skulptur „Los Dedos“.

 

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Foto: Wikipedia

Montevideo

„Du bist das Buenos Aires, das wir einmal hatten und das sich mit den Jahren leise davongemacht hat“ so der bekannte argentinische Schriftsteller Jorge Luis Borges über Montevideo. Und neben der Liebe zu Mate-Tee und Tango haben die beiden Metropolen, die nur 200 Kilometer voneinander entfernt sind, einige Gemeinsamkeiten.

Auch Uruguays Hauptstadt gilt als eine der schönsten Städte in Südamerika und hat jede Menge für einen ausgiebigen „Städtetag“ zu bieten. Erste Anlaufstelle ist für viele Besucher das Teatro Solis, die berühmteste Bühne des Landes und das zweitgrößte Theater Südamerikas.

Auf dem zentralen Platz Plaza Independencia und rings herum liegen zahlreiche historische Denkmäler und Gebäude wie der Sitz des Präsidenten oder der Palacio Salva, das Wahrzeichen von Montevideo.

Das Museo Municipal de Bellas Artes „Juan Manuel Blanes“ im Stadtviertel Aires Puros ist eines der bedeutendsten Museen von Montevideo und zeigt Dauer- und Wechselausstellungen nationaler und internationaler Künstler.

Immer wieder sonntags lohnt sich ein Abstecher zum Flohmarkt Feria de Tristán Narvaja im Viertel Cordón. Auch wer keine Lust auf Shopping hat findet hier spannende Relikte aus Uruguay Vergangenheit und kann in die Geschichte des kleinen Landes eintauchen. Dreh- und Angelpunkt des Lebens in Montevideo ist die Prachtpromenade La Rambla, die entlang dem Fluss Rio de la Plata führt. Und auch auf Strandvergnügen muss in Montevideo niemand verzichten: im Süden reihen sich 20 Küstenkilometer an die Stadt.