Monthly Archives: Mai 2016

Machu Picchu Deluxe: Mit der Eisenbahn ins Inka-Imperium

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Pullman-Waggon aus den 20 Jahren, Sie lauschen sanften Panflötenklängen, während Sie an einem Pisco Sour nippen und köstliche Ceviche serviert bekommen – und all das vor der magischen Kulisse des peruanischen Nebelwaldes.

Dieses Erlebnis ermöglicht Ihnen unser Partner Peru Rail in den Waggons der Hiram Bingham Klasse auf der Fahrt nach Macchu Picchu. Die wohl luxuriöseste Anreise zum legendären Erbe der Inka stellt beinahe den Besuch der Inkastätte selbst in den Schatten.

Vom Bahnhof Poroy am Rande von Cusco aus geht es in weniger als vier Stunden nach Aguas Calientes, auch Machu Picchu Dorf genannt. Ganz plötzlich wandelt sich auf der Fahrt die Landschaft, das karge Anden-Panorama wird zu tropisch-exptischem Nebelwald. Von Aguas Calientes gelangen Sie mit einem Bus hinauf zur legendären Inka-Zitadelle und haben ausreichend Zeit, die Welterbe-Stätte ausgiebig zu bewundern. Auf der Zugfahrt zurück nach Cusco haben Sie Gelegenheit, die Erlebnisse des Tages noch einmal Revue passieren zu lassen.

Versäumen Sie es nicht, vor oder nach dem Besuch in Machu Picchu Cusco zu entdecken. Auch die “weiße Stadt” Arequipa, der Titicacasee und Lima, die Stadt der Könige, sollten Teil jeder Peru-Reise sein. Schwelgen Sie in der köstlichen peruanischen Küche, erwandern Sie den Colca Canyon oder schalten Sie bei einigen Tagen im Amazonas-Regenwald vom Alltag ab.
Ebenfalls einen Abstecher wert ist der unbekannte Norden mit seinen Hochkulturen und Traumstränden.

 

Der Tren Crucero: Auf Schienen durch ganz Ecuador

Der Tren Crucero durchquert die Hälfte des kleinen Landes Ecuador in vier Tagen, von der Hauptstadt Quito geht es auf einer der aussichtsreichsten und schwierigsten Bahnstrecken der Welt bis nach Guayaquil, der Metropole am Pazifik.

Allein die Ankunft am Bahnhof Chimbacalle im Herzen von Quito ist ein historisches Erlebnis, und vor allem der Beginn eines echten Abenteuers. Schon im Eingang erinnern Tafeln und Plaketten daran, wie sich die Eisenbahn unter Präsident Eloy Alfaro zu einem der prestigeträchtigsten Projekte des 20. Jahrhunderts gemausert hat. Ecuador benötigte eine Transportmöglichkeit, welche die Küste mit den Anden verbindet – dieses Kriterium hat die Eisenbahn erfüllt, und nebenbei das Leben der Menschen im Land von Grund auf verändert.

Die Bahnfahrt selbst ist eine luxuriöse Sightseeingtour nach der Maxime “Der Weg ist das Ziel”. Die abwechslungsreiche Landschaft hilft dabei, die Zeit zu vertreiben, es geht über die Straße der Vulkane vorbei an schneebedeckten Mehrtausendern, darunter die Ikonen Cotopaxi und Chimborazo. Mehrmals täglich hält der Zug, die Passagiere besuchen beispielsweise eine Rosenfarm, typische Restaurants oder regionale Bauernmärkte. Die höchste Station der Fahrt ist Urbina auf 3609 Metern.

Die Übernachtungen erfolgen nicht an Bord des Zuges sondern in Gästehäusern und Boutique-Hotels in kleinen Orten entlang der Strecke.

Neben der landschaftlichen Vielfalt besticht der Tren Crucero vor allem mit viel Lokalkolorit und stellt eine angenehme Variante für alle diejenigen dar, die möglichst bequem möglichst viel von Ecuador sehen möchten.

Im Anschluss bietet es sich an, die Galapagosinseln und den Amazonasregenwald zu bereisen. Auch die Hauptstadt Quito, die als erste Stadt der Welt zum UNESCO Weltkulturerbe  gewählt wurde, ist einen Besuch wert.

 

Mit dem Zug in die Wolken

Der Tren a las Nubes, zu Deutsch Zug zu den Wolken, trägt seinen Namen völlig zu Recht. Die Eisenbahnstrecke im Norden von Argentinien führt bis auf 4200 Meter hinauf und ist damit eine der höchsten Zugstrecken der Welt. Auf 217 Kilometern geht es von Salta nach La Polvorilla, durch 21 Tunnel, über 29 Brücken und 13 Viadukte.

Erst 2008 wurde der Zug mit insgesamt fünf Waggons wieder in Betrieb genommen. Um schwierige Passagen zu meistern, unternimmt der Zug teilweise spektakuläre Zickzack-Manöver. Die gesamte Fahrt dauert um die sieben Stunden, oftmals erfolgt der Transport bis zum Viadukt La Polvorilla an der Grenze zu Chile mit dem Bus und nur die letzte Strecke von knapp einer Stunde wird im Zug zurückgelegt.

Das Besondere an der Zugfahrt sind die enormen Höhenunterschiede und die abwechslungsreiche Landschaft: es geht über tiefe Schluchten, über die Hochebene der Anden und vorbei an imposanten Gipfeln. Lamaherden gehören ebenso zur Kulissen wie Bauern in ihrer farbenfrohen Tracht.

Entdecken Sie die herrliche Kolonialstadt Salta und die quirlige “Weinmetropole” Mendoza, bevor Sie Ihre Reise fortsetzen – beispielsweise in die mondäne Hauptstadt Buenos Aires, zu den imposanten Iguazú-Wasserfällen oder ins ewige Eis nach Patagonien.