Category Archive: Bolivien

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Die schönsten Dschungellodges: Chalalán Lodge, Bolivien

Die Chalalán Ecolodge ist das führende Ökotourismus-Projekt des Landes. Die Lodge wurde gänzlich aus natürlichen Materialien erbaut und ist die einzige Unterkunft im Madidi Nationalpark. Die 30 hochwertigen Kabinen im traditionellen Tacana-Stil können bis zu 30 Personen beherbergen, die hier zum Gesang der Vögel und dem Heulen der Brüllaffen aufwachen. Die Lodge bietet Zugang zu einem Netz von mehr als 30 Kilometern thematisierten Wanderwegen, die einen Einblick in das Ökosystem Regenwald bieten. Alle Wanderungen werden von indigenen Guides aus der Gegend angeleitet.

Hier leben über 340 Vogelarten, darunter Tukane, Truthähne oder Papageien. Zu den Säugetierarten die hier beheimatet sind gehören Kapuzineräffchen, Brüllaffen, Tapire, Jaguare oder Wildschweine. Auch zahlreiche Reptilien gehören zu den Bewohnern des Regenwaldes.

Ein besonderes Erlebnis ist eine nächtliche Tour mit dem Kanu entlang der Chalalán Lagune. Einmal wöchentlich wird beim Uchupiamona Abend ein typisches Abendessen serviert, dazu gibt es Tanz, Musik und Geschichten aus der Kultur der Quechua-Tacana.

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Madidi-Nationalpark, Bolivien

Was viele nicht wissen: Bolivien ist nicht nur Andenwelt, auch ein großer Teil des Amazonasregenwaldes gehört zu Bolivien. Am besten erschlossen ist der Madidi-Nationalpark. Zahlreiche Lodges, von Basic bis Nachhaltig-Exklusiv, stehen zur Verfügung. Diese Lodges sind auch Ausgangspunkt für das Dschungelabenteuer. Zu Fuß oder mit dem Boot geht es, in Begleitung eines fachkundigen Guides und dessen Machete, hinein in das grüne Dickicht, auf der Suche nach Faultieren, Kaimanen, Affen, Vögeln und exotischen Pflanzenarten. Ein Aufenthalt im Regenwald ist eine tolle Verlängerung für eine kulturell geprägte Rundreise. Die meisten Programm sind für Aufenthalte von 5 bis 7 Nächte verfügbar, je nachdem, wie intensiv der Regenwald entdeckt werden soll.

Man glaubt nicht, wie erholsam es sein kann, morgens zu den Stimmen der Vögel aufzuwachen, abends zu den Geräuschen des Dschungels ins Bett zu gehen und sich für ein paar Tage von der Zivilisation zu entfernen.

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Titicacasee, Bolivien

Der magische Titicacasee liegt auf einer Höhe von über 3.800 Metern und hat eine große Bedeutung in der Geschichte Boliviens, gilt er doch als Geburtsstätte der Inka. Der höchstegelegene schiffbare See der Welt gehört teilweise zu Peru und teilweise zu Bolivien.

Auf der bolivianischen Seite ist vor allem das Küstenörtchen Copacabana einen Besuch wert. Man geht davon aus, dass Copacabana aus der indigenen Aymara-Sprache kommt und soviel wie “Blick auf den See” bedeutet. Copacabana ist nicht nur wegen der beeindruckenden Aussicht auf den Titicacasee beliebt sondern auch als Wallfahrtsort. In der örtlichen Basilika befindet sich die Schutzheilige des Sees, die metergroße dunkle Jungfrau, “Virgen Morada”. Jedes Wochenende pilgern zahllose Bolivianer nach Copacabana, um dort ihre Autos segnen zu lassen. Die katholische “Fiesta de la Virgen de la Candelaria” zu Ehren von Mutter Erde Pachamana ist in Bolivien besonders sehenswert.

Ein weiteres Ausflugsziel das man nicht verpassen sollte, ist die Sonneninsel mitten im See. Hier stehen einige Unterkünfte zur Verfügung, und eine Nacht auf der Insel ist unbedingt empfehlenswert, um den Sonnenunter- und aufgang zu genießen.

Wussten Sie übrigens, dass der Titicacasee für das Binnenland Bolivien eine Art “Meer-Ersatz” ist?

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Die Straße des Todes, Bolivien

Was erstmal wenig einladend klingt, ist eine der Top-Attraktionen in Bolivien: Die Straße des Todes, angeblich die gefährlichste Straße der Welt, führt von der Hauptstadt La Paz bis hinunter in die Yungas, ein Gebiet im Nebelwald. Zur Linken andine Felswände, bewachsen mit tropischer Flora, zur Rechten geht es steil hinunter, und wohin das Auge blickt, ist es grün, in all seinen Schattierungen.

Längst wurde die Straße “aus dem Verkehr gezogen” wo sich einst Busse, Autos und LKWs tummelten ist heute eine Spielwiese für adrenalinsüchtige Mountainbiker. Was für ein Erlebnis, sich mit dem Mountainbike nahezu in den Abgrund zu stürzen, die Haare flattern im Wind, in der Nase der Duft des näherkommenden Nebelwalds und vor den Augen grün, grün, grün.

Unten angekommen warten im Örtchen Corocio eine gemütliche Hängematte und ein erfrischender Drink.

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Salar de Uyuni, Bolivien

Der Salar de Uyuni ist eines der Top Wahrzeichen Südamerikas. Auf über 3.600 Metern funkelt die strahlend weiße Oberfläche ganz aus Salz mit dem tiefblauen Himmel um die Wette. Am besten erkundet man den Salar mit einer drei- bis viertägigen Jeeptour von Uyuni aus bis nach San Pedro de Atacama in Chile. Bizarre Salzformationen werden von riesenhaften Kakteen abgelöst, immer wieder kommen türkisfarbene, dampfende Lagunen ins Bild, an deren Ufer sich Flamingos breit machen. Ein unschlagbares Fotomotiv jagt das nächste. Unvergesslich sind auch die Nächte im Salzhotel – von Tisch bis hin zum Bett ist alles aus Salz gefertigt, das aus dem Salar gewonnen wurde.

Je näher man dem Ziel kommt, desto trockener wird die Landschaft, das weiße Salz wird von braunem Wüstensand abgelöst – gleichbleibend spektakulär das Bild, das sich dem Betrachter bietet.

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La Paz, Bolivien

La Paz ist in jeder Hinsicht atemberaubend. Die quirlige Stadt thront auf über 3.600 Höhenmetern – da bleibt einem gern einmal die Luft weg. Doch auch der erste Anblick der Metropole, die sich endlos an der Andenkordillere entlang windet, raubt einem den Atem. Die bunten Häuser scheinen die steilen Hänge emporzuklettern, wenn die Lichter abends angehen erwartet den Betrachter ein unvergessliches Schauspiel. Über all dem wacht der schneebedeckte Riese Ilimani, mit 6.400 Metern der impostante Hausberg der Stadt.

La Paz selbst überrascht mit einer kontrastreichen Mischung aus Tradition und Moderne. “Cholitas”, die Bäuerinnen mit ihren typischen Hüten, Zöpfen und Rücken, eilen durch die Straßen vorbei am rauschenden Verkehr. Bürogebäude stehen neben kolonialen Kirchen, um die Ecke des fünf-Sterne-Hotels erstreckt sich der sogenannte “Hexenmarkt” auf dem es neben Obst, Gemüse und Kunsthandwerk vor allem Heilkräuter aus den Anden zu erstehen gibt.

Sehenswert sind auch der Hauptplatz mit der Kathedrale, das koloniale Stadtzentrum und die zahlreichen Museen, deren Themen von Ethnologie bis hin zu Koka reichen.  Ein lohnenswertes Erlebnis ist auch eine Fahrt mit der recht neuen Seilbahn über die Stadt.

Für viele Besucher vielleicht unerwartet kommt, dass La Paz über eine lebhafte gastronomische Szene und ein aufregendes Nachtleben verfügt.  Gustu,  das bolivianische Baby des Gründers des  dänischen Gastrotempels Noma, verspricht köstliche Fusionküche. Empfehlenswert ist auch eine frische Lachsforelle, Trucha genannt, aus dem nahegelegenen Titicacasee. Danach vielleicht auf ein Bier in die legendäre Bar Mongos oder ein Glas Wein im Hallwright’s, einer der höchstgelegenen Weinbars der Welt?

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Südamerika schmecken: Yerba de Mate

Mate ist ein Tee, der aus den getrockneten Blättern der Yerba Mate Pflanze besteht und der in weiten Teilen Südamerikas, nämlich in Uruguay, Paraguay, Argentinien, Teilen Brasiliens und in Chile, genossen wird. Schon die Guarani-Indianer bezeichneten den Tee als Verjüngungsgetränk.

So kurz die Zutatenliste, so kompliziert die Zubereitung – doch die Mühe lohnt sich!

Zutaten

  • Yerba Mate
  • Kaltes Wasser
  • Heißes, nicht kochendes Wasser

Zubereitung

Um den Matetee richtig zuzubereiten, benötigt man eine Kürbisflasche oder Kalebasse, auch Mate genannt, und einen Metallstrohhalm, die sogenannte Bombilla.

Als erstes wird die Yerba in den Mate gefüllt, bis dieser zu höchstens drei Vierteln voll ist. Der Mate wird mit der Hand abgedeckt und ein paar Mal über Kopf geschüttelt. So gelangen die besonders feinen Bestandteile der Yerba nach unten und liegen obenauf, wenn man den Mate wieder richtig herum dreht. Die Yerba soll nicht flach im Mate liegen sondern wird zu einem Mate “Hügel” aufgeschüttelt.

Als nächstes wird etwas lauwarmes Wasser an den “Fuß” des Yerba-Hügles gegeben, damit die Yerba quellen kann. Dabei sollte der untere Teil des Hügels befeuchtet werden, jedoch kein Wasser übrigbleiben.

Die Yerba soll nun mindestens fünf Minuten lang quellen, bevor die Bombilla „eingestochen“ wird. In die Vertiefung die sich beim Einstechen der Bombilla bildet, wird 70-80°C heißes Wasser gegossen. Man sollte den Mate nicht komplett mit Wasser füllen, sondern den oberen Teil des Matehügels trocken lassen. Diese trockene Yerba nimmt man dann bei späteren Aufgüssen mit dazu, um den Geschmack möglichst konstant zu halte

Südamerika schmecken – Silpancho

Silpancho kommt aus dem Quechua, der Sprache der Ureinwohner der Anden, und bedeutet so viel wie “dünnes Fleisch“. Das Gericht ist typisch für die Stadt Cochabamba, im Tiefland von Bolivien gelegen und berühmt für ihre hervorragende Küche.

Zutaten
Rindfleisch
Eier
Reis
Kartoffeln
Petersilie
Semmelbrösel
Pfeffer
Knoblauch
Salz
Öl
Tomaten
Chili

Zubereitung
Den Reis mit einer Zehe Knoblauch kochen.
Die Kartoffeln kochen und anschließend goldbraun anbraten.
Das Fleisch in dünne Filets schneiden und mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Petersilie würzen. Mit den Semmelbröseln panieren und im heißen Öl frittieren.
Die Eier zu Spiegeleiern braten
Alle Zutaten auf einem Teller anrichten und mit Tomaten und Chili garnieren.

Das Neujahrsfest der Aymara

 

Eine der Stationen auf unserer Reise durch Bolivien ist die Inkastätte Tihuanacu. Im Juni wird sie zu einem der wichtigsten Orte Südamerikas, denn dann feiern die Aymara, die Ureinwohner von Bolivien, das traditionelle Sonnwendfest, ihr Neujahrsfest. Der Hauptakt findet am 21. Juni im Kalasasaya-Tempel, dem Herzstück von Tiwanaku, statt, mit ihm wird ein neues Erntejahr eingeläutet.
Priester erwarten den Sonnenaufgang mit emporgestreckten Armen, anschließend beginnt ein farbenfrohes Fest mit traditioneller Musik und Tänzen. Dem Sonnengott und der Mutter Erde

werden für eine gute Ernte im kommenden Jahr Opfergaben gebracht und Schamanen vollführen jahrtausendealte Zeremonien.
Ähnlich wie das Sonnwendfest Inti Raymi in Peru ist auch das Gegenstück in Bolivien auch beliebt unter Besuchern aus aller Welt, die einen Einblick in die Kultur der indigenen Einwohner der Andenhochebene erlangen möchten.

Karneval in Südamerika: Oruro, Bolivien

Auch in Bolivien, dem kleinen Andenstaat im Herzen Südamerikas, gibt es einen sehenswerten Karneval, und zwar in Oruro. Dieser ist über 2000 Jahre alt und seit 2001 UNESCO Weltkulturerbe.

Seinen Ursprung hat das Fest in den Traditionen der indigenen Bevölkerung, bevor es zu einem christlichen Ritual wurde, um die Feierlichkeiten zu Ehren der Jungfrau Candelaria am 2. März einzuläuten.

Auch die moderne Version des Karnevals beginnt mit einer Zeremonie, die der Jungfrau Candelaria gewidmet ist. Anschließend führen über 48 Folkloregruppen mehr als 18 verschiedene traditionelle Tänze aus allen Regionen des Landes vor. Dieser Karnevalsumzug dauert drei Tage und drei Nächte, besteht aus 28.000 Tänzern und 10.000 Musikern und hat eine Länge von über vier Kilometern. Ziel des Umzugs ist die Grotte Pie de Gallo, wo am Sonntag der Heiligen Jungfrau Ehre erwiesen wird.

Das Spektakel findet in diesem Jahr vom 12. bis 15. Februar statt.

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Foto: Minube